Ultima Thule
Zusammen sind wir stark

DAS TOR DES FEUERS

 

Nun ist´s Zeit vor sich zu bereiten,

Das Tor des Feuers zu durchschreiten!

Jenes Feuer, das den Fels unmgab,

wo die Walkyre einst geschlafen hat!

 

Jenes Feuer, das die Zeit umhegt,

und das wie ein Schleier ist gewebt.

umgibt den Stein, an den gebunden,

der Walkyre Hort, ich über- wunden.

 

So wird eins um´s andre Mal,

mir die Ungeduld zur Qual!

Zu sehen das, was ich vermiss,

Doch wie es kommt ist ungewiß!

 

Doch was wahrhaft hört zu mir,

findet seinen Weg nach hier!

Weis, wie´s ins Leben tritt,

und wie´s reißt mich wieder mit.

 

Wie ich meine Seel´ durchleucht,

und spüre was im Dunklen fleucht,

und auf die finstre Stunde wart`,

und in tiefen Spalten ängstlich harrt!

 

Was ich aus meinem Kopf verbannt,

nun erneut die Sehnen spannt,

und mein Herz zerreißen droht,

und mich bringt in neue Not!

 

Die Sehnsucht die ich fast vergaß,

und die sich tief in Seele fraß,

und sich eingenistet tief darin,

führet mich zum ENDE hin!

 

So frag ich mich, kann es denn sein?

Das Teil Du bist von meinem Sein?

Nicht greifbar bist und auch nicht echt?

So geht’s ohne Dich noch immer schlecht!

 

 

Und immer noch, ich sehe es ein,

wirst Du in meinem Herzen sein,

bist unlängst Teil von mir,

und ich bin die Erfüllung Dir!

 

Götter nahm` mich bei der Hand,

und brachten mich in dieses Land,

zurück zum Berg, wo Du hältst Wacht,

tief im Herz des Berges Mitternacht.

 

Und hütest Wiege und den Hort,

allezeit an diesem alten Ort.

Auf das ich Dich erlöse nun,

und ende dieses endlos Tun!

 

Du bist die Frau in meinem Traum,

die gelehnt an jenem Baum,

dessen Äste ragen hoch hinauf,

und erfüllen Schicksalslauf!

 

Pflück die Blume, Sehnsucht heißt,

die mir den Weg zum Tode weist!

In Deinen Schoß ich leg mein Glück,

weil die Götter bringen Dich zurück!

 

So fürcht ich mich vor jenem Tag,

den ich gesehnt bis heute hab,

hab Angst mich auf zu geben,

und enden dieses Erdenleben.

 

Doch Erfüllung find ich nur,

wenn bleib ich grad und stur,

und Antlitz auf das Ziel geneigt,

das mir nun die Göttin zeigt!

 

So ergeb mich dem was kommen mag,

Ich weder Fürcht´ noch hoffen mag!

Was immer dieser Tag nun bringen kann,

ich fang das Stunden zählen wieder an!

 

 

 

 

Und schließe Dich tiefer in mein Herz,

das voll Wehmut schreiet auf im Schmerz,

und endlos tiefe Wunde WIEDER reißt,

doch Leidenschaft mir TROST verheißt!

 

„SEHNSUCHT“ ist Dein wahrer Name,

Deine Natur ich heut erahne!

Das es die Sucht ist mich zu SEHNEN,

gegen Dich hilft´s nicht sich aufzulehnen.

 

So hoffe ich, Dich nie zu FINDEN,

um mich dann an Dich zu binden!

Lieber sehne mich nach dem Gefühl:

Das mich bringt zwischen alle Stühl`!

 

Denn erst jetzt seh ich es Klar und Hell,

das Du es bist, der ich mich stell:

Du hast mich für Dich ERKOREN,

Dich zu SUCHEN bin geboren!

 

GÖTTIN, DIE DU LIEBE BIST,

DIE ICH SOLANG IN MIR VERMISST,

AUF DEINEN WEGEN WILL ICH WANDELN,

AUF DEIN GEHEISS IN ZUKUNFT HANDELN.

DAS TOR DES FEUERS NUN BESCHREITEN,

VON HEUTE BIS – IN FERNSTE ZEITEN.

 

FULLA, FULLA, KUMME NUN,

URDA, MAGNA, HULDA SUN!

STAK GANNASS UN WINDE FAST,

STAK IN DA HEL, FUL DAGAZ!

 

„Verlor´ner Sohn“ bringt nun die Wende,

Kalis EISENZEIT sich neigt dem Ende!

LOKI kehrt nun heim ins Licht,

doch der „HEID“ erkennt es nicht!

 

„Sohn der Witwe“ tilgt die Schuld,

die schuf dereinst die Ungeduld!

„EWIG SIEG“ vollzieht die WENDE,

Dunkle Zeit – Sie geht ZUENDE!

 

 

Stolze Schar zu JENER Höhe zieht,

wenn in Krypta schwarze Sonne glüht!

SONNENRAD vollendet`s ZEICHEN:

SONNENKRAFT WIRD NIEMALS WEICHEN!

 

VÄTER, MÜTTER, AHNENKRAFT

FÜR ALLE ZEIT NUN HOFFNUNG SCHAFFT.

VANEN-, ELBEN-, ASENKRAFT,

IN EWIGKEIT DIE FREIHEIT SCHAFFT.

 

GÖTTER, TURSEN, ZWERGE,

VERSAMMELN SICH AM BERGE,

UND HALTEN DA UNS TREU DIE WACHT,

AUF VALLANDS BERG DER MITTERNACHT!

 

 

Vali Odhinsson, Ernting 31.Tag. Im Jahr der Hoffnung und des Neuanfangs, gewidmet der Walkyre, die im Ring aus Feuer, an den Felsen geschmiedet, der Erlösung harrt. (2004)