Ultima Thule
Zusammen sind wir stark

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GIN-NUN-GA-GAP

 

Wahrhaft Leer bin ich jetzt allemal,

das Warten wird nicht mehr zur Qual,

nichts geschieht, das ich nicht will,

in meiner Welt ist´s endlich still.

 

Die Leere ist nun meine Welt,

im diesseits es mich nicht mehr hält.

Die Leere ist mein höchstes Gut,

ihn ihm da ruht jetzt Schneid und Mut.

 

Die Leere ist mir nun so nah,

erblick darin, wie´s vorher war.

Erblick darin den Lauf der Welt,

das ALLES mehr als Mammon zählt!

 

Die Leere ist nicht wirklich leer,

was in ihr liegt, ist dreifach schwer.

Das Potential liegt drin verborgen,

das gestern-, heut- und übermorgen!

 

Alles, was das Leben leitet,

liegt in der Leere ausgebreitet.

Alles was da je entdeckt,

liegt wohl gehütet drin versteckt.

 

Die Leere ist was Gralsburg heißt,

das Tor dahin mich heimwärts weist.

Gralsburg ist was sichtlich LEER,

doch sein Gehalt wiegt doppelt schwer!

 

Leere ist, was mich jetzt leitet,

Leere hat den Horizont geweitet.

Leere macht mich frei für´s Licht,

das nun ganz hell aus LEERE bricht!

 

In die LEERE führt die Reise,

das mich darin als Hirt erweise!

Das ihr darin die Pfade findet,

die mit ANDERSWELT verbindet!

 

Die Leere wird mir zum Gefährten,

ist angefüllt mit ALT-BEWÄHRTEM!

Die Leere wird mir PFAD und Haus!

Geh in sie ein – und aus ihr aus!

 

Die Leere ist mir Schwert und Schild,

was aus ihr kommt als Abwehr gilt,

Die Leere ist mir Helm und Brünne,

Schärft in mir´s Gefühl und alle Sinne!

 

Schamanenburg das ist die LEERE.

Denn in ihr erwachsen wahrhaft HEERE!

Was immer war, wird sein und IST,

hab ich in ihr noch nie vermisst.

 

So hab ich heut es verstanden,

was viele vor mir in ihr fanden!

Was sie geschöpft in weiten Tiefen,

auf ERSTES Wort sie sich beriefen!

 

Aus der Quelle allen Seins gehoben,

ins Diesseits durch den Geist verschoben!

Durch geist`ges Wirken neu erdacht,

des Geistes FUNKEN neu entfacht!

 

Ihn in den Herzen NEU entzündet,

und den Gefährten NEU verkündet,

Gepflanzt, gehegt und aufgezogen,

für neues Sein als Schatz erwogen!

 

Den wohl behütet in das Jetzt getragen –

Wird in MAN und SOL die Zukunft wagen.

Wird mich mit Euch in IHR verbinden,

gemeinsam Tier „in uns“ verwinden!

 

Was immer sich darin befindet,

auf ewig uns mit GOT verbindet!

So teil mit Euch was ich jetzt hab –

TOR in MIR: GIN-NUN-GA-GAP.

 

 

Was leer wird voll zu seiner Zeit,

von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Jera hat es uns versprochen,

Runenkraft bleibt ungebrochen.

 

Vater, Mutter, Ahnenkraft,

die Vielfalt in der Leere schafft!

LÄRA-LÄRA-URDA-VEDH

FULLA-BANDA-IN-LÄR-ED.

 

GerWin von Ricklingen, Valegass und Veledhmeister, im Hartung 20. Tag, im Jahr der „Wiederkehr des einzig wahren Herrn“

 

 

 


 Die Rückkehr der alten Zauberer                                   

von GerWin von Ricklingen

 

Es war einmal, in einem Land vor unserer Zeit.............da lebte in einem finsteren Schlosse ein alter Zauberer......................“, so beginnen viele Märchen, in denen Zauberer vorkommen. Wir kennen verschiedene Zauberer. Mal sind sie gut, mal böse. Den Zauberer umgibt immer etwas Geheimnisvolles. Er steht mit hohen Mächten in Verbindung. Er kann die Zukunft voraussagen oder sogar verändern. Er kann etwas verschwinden lassen oder herzaubern. Er kann tote Gegenstände für sich arbeiten lassen, wie in Goethes „Zauberlehrling“. Es gibt mächtige Zauberer, wie MERLIN, der Zauberer der Artus-Sage oder Gandalf, der Zauberer aus Tolkiens „Herr der Ringe“. Die bösen Zauberer, das sind Schwarzmagier, die mit dunklen Mächten in Verbindung stehen, wie Tolkiens Saruman oder „der Zauberer von OZ“. Dann gibt es noch die überheblichen Zauberer, wie den Zauberer aus dem Märchen „Der gestiefelte Kater“, der sich in eine Maus verwandelt, und vom Kater gefressen wird. Zauberer sind seit eh und je, Bestandteil der Märchenwelt. All diese Zauberer haben ein Vorbild. Einen Kern, der in der Historie verborgen, am Grunde einer vergangenen Epoche schlummert. Diese gilt es zu „erwecken“, und vom Grunde heraufzuholen! Doch wer waren jene Männer, welche die Vorläufer dieser Zauberer sind?

 Die Zauberer der Märchen oder der Sagenwelt sehen immer gleich aus. Es gibt eine ganz bestimmte Kleidung, Utensilien und Wesensmerkmale, die den Zauberer ausmachen. Fassen wir einmal zusammen, was die wichtigsten Merkmale des Zauberers sind:   

  1. Der      bis auf die Erde reichende, zumeist dunkelblaue Mantel
  2. Die      Planeten-, Mond- und Sternsymbole, mit denen der Mantel bestickt ist
  3. Der      lange weisse oder graue Bart
  4. Der      Zauberstab oder große Wanderstab
  5. Das      Zauberbuch mit den Zaubersprüchen
  6. Der      Spitzhut (manchmal auch eine Tarnkappe oder ein Helm)
  7. Die      Kristallkugel (manchmal auch ein Spiegel)
  8. Sie      verfügen über enormes Wissen(sind deshalb nie arm)
  9. Sie      sind Einsiedler (gehören aber meist einem Orden an)

Dies sind wohl die wichtigsten Merkmale eines Zauberers. Befassen wir uns zunächst mit den einzelnen Erkennungsmerkmalen. Sie sind der Schlüssel zum Verständnis:

Der Blaue Mantel ist das Erkennungszeichen der alten Seher. Er steht in erster Linie für das ALL oder die QUELLE, aus welcher der Seher oder die Seherin schöpft. Der Mantel ist aber auch Sinnbild des nächtliches Himmels, und dessen Zelt sich der Seher begibt. Aus diesem Gedanken entstand das „draußen-sitzen“ der alten Seher. Ein Trance-Zustand. Völlig abgeschottet von den Störungen und Bildern der Umwelt, verbringt der Seher oder die Seherin Zeit unter ihrem BLAUEN MANTEL. In diesem Zustand hat er oder sie ihre Visionen und Sichtungen. Seher und Seherinnen waren zu allen Zeiten an ihrem blauen Mantel zu erkennen.

Die Planeten-, Mond- und Sternsymbole stehen für die astronomischen und astrologischen Kenntnisse des Sehers. Er kennt die Monate, weis um Sonnenwenden, die Zeit der Aufzucht, der Saat und der Vereinigung von Mann und Frau. Er sieht die Zeichen der Jahreszeiten und kennt den Lauf der Gestirne. Er weis um die Einflüsse der Wandelsterne (Planeten) auf das Leben und die Psyche des Menschen. Er kennt die Geheimnisse des Mondes, und die Zyklen, die er hervorruft. Er kennt aber auch Sonnenflecken, Proteburanzen und Sonnenstürme, und ihre Auswirkung auf das Leben de Erde.

Der lange weisse oder graue Bart ist stets ein Hinweis auf Weisheit und Erfahrung. Aber auch immer Sinnbild von jahrelanger Reife und Erkenntnis. Die Schwarzmagier und „bösen“ Zauberer hingegen, werden meist als bartlos oder mit einem schmalen Kinnbart dargestellt. Das soll dem Betrachter sagen, das der betreffende Zauberer an einem bestimmten Punkt seiner magischen Entwicklung stehen geblieben ist.

Der Zauberstab oder der große Wanderstab ist ein wichtiges Utensil des Magiers. Heutige „Magier“, oder besser gesagt Illusionisten wie Copperfield, Siegfried & Roy, Hans Klok oder der „große Whodini“ , benutzen den kleinen Zauberstab als illusorischen Hilfsmittel. Als eine Art „Dirigentenstab“. Die alten Magier hingegen bevorzugten den „großen Wanderstab“, der zumeist ein Krummstab war. Mit Schnitzereien und Verzierungen, kostbaren Steinen besetzt oder mit Kristallen und imposanten Tierfiguren an deren Spitze, die den Kopf des Zauberers zumeist DEUTLICH überragten. Er war zugleich Erkennungsmerkmal seines Standes, seiner Herkunft oder auch ein Art VISITENKARTE. Oft werden dem Stab magische Fähigkeiten zugesprochen, wie z.B. der Kristall in Gandalfs Stab, ein Licht erzeugt, das die Nasgul verjagt. So war der Stab nützliches Hilfsmittel beim Wandern, als auch furchteinflößendes Instrument mit „Wiedererkennungswert“.

Der Spitzhut geht wohl auf die alten Goldhüte zurück, die konisch geformt und mit allerlei Zeichen verziert, in vielen nordischen Fürsten- und Godengräbern gefunden wurden. Der Zweck dieser Spitzhüte lag in der symbolischen Verbindung zum Kosmos! Die Spitze ragte gen Himmel und sollte allen zeigen, das sein Träger mit kosmischen Mächten vertraut war und mit ihnen arbeitete. Die heutigen Kirchtürme sind die gigantischen Nachfolger der alten Goldhüte, die aufgrund ihres enormen Gewichts, wohl die meiste Zeit auf Holzgestellen lagerten, unter denen der Zauberer platz nahm. Aus diesem Brauch entstanden die Türme der Kathedralen und Kirchen. In manchen Fällen existieren aber sogenannte Tarn-Kappen oder Tarnhelme. In den meisten Märchen, aber auch im Nibelungen-Lied ist von solcher einer Tarnkappe die Rede, wobei die Tarnkappe seinem Träger die Möglichkeit verschafft unsichtbar zu sein. In Wirklichkeit dienten diese Tarnkappen aber einem gänzlich anderen Zweck. Heutige Teufelsaustreiber der katholischen Kirche, „Exorzisten“ genannt, verschanzen sich hinter dem Kreuz, wenn sie bei einem Geisteskranken oder Besessenen den „Teufel“ austreiben. Die alten Zauberer pflegten diesen Exorzismus ebenfalls. Sie trugen dabei die Maske, Tarnkappe oder den Tarnhelm, damit der ausgetriebene oder vertriebene Geist, der von einem Sterblichen Besitz ergriffen hatte, sich bei seiner Ausfuhr NICHT das Gesicht des Austreibenden MERKEN konnten! Der Helm fungierte als Schutz und zur Abschreckung. Der Unterschied zum katholischen Exorzismus besteht aber darin, das der Zauberer dem „Besessenen“ einen Spiegel vor das Gesicht hält. Der Spiegel dient gleichzeitig als TOR zur Anderswelt, der es dem Geist ermöglicht HINÜBER zu treten. Die Maske übernimmt hier eine Schutzfunktion: Der Geist versucht in einen anderen „Wirt“ zu gelangen, und wird durch das Spiegelbild getäuscht! Danach zerschlägt der Zauberer den Spiegel, der Geist kann nicht mehr zurück. Oft aber wurden diese Spiegel nicht zerschlagen. Und so konnte der Geist, der in dem Spiegel gefangen war, AUSKÜNFTE geben, wie der Magische Spiegel im Märchen „Schneewittchen“.

Der Spiegel oder die Kristallkugel ist in der Lage, Dinge zu zeigen, die passiert sind, gerade passieren, noch passieren werden oder passieren KÖNNTEN! Von hier stammt das Sprichwort, jemandem „den Spiegel vorhalten“. Die Mär der Kristallkugel ist einfach zu lösen. Die Zauberer benutzen so genannte „Schusterkugeln“ aus Glas, in die man Öl füllte und entzündete. Das Licht wird dabei wie in einer modernen Glühbirne in alle Richtungen ausgestrahlt, eine Räumlichkeit demnach ERLEUCHTET. Ebenso der Spiegel! Nach heutigen Auffassungen verwendeten schon die alten Ägypter Schusterkugeln und Spiegel, um ihre Tempel, Gräber und Pyramiden zu erleuchten. Der Kristall hingegen hat immer die Fähigkeit Informationen zu speichern. Und das ist KEIN Märchen! Kristalle werden in der heutigen Technik bereits als Träger von Informationen verwendet. KRISTALL ist einer der besten und beständigsten Träger von Informationen. Das wussten schon die alten Zauberer und bedienten sich seiner. Welche Technik sie aber benutzten, soll ihr Geheimnis bleiben.

Das enorme Wissen ist zumeist darauf zurück zu führen, das sie einerseits sehr interessiert an ihrer Umwelt waren, und den heutigen Wissenschaftlern gleichen. Hinzu kam, das sie mit der „Quelle“ verbunden waren, die manche „Akasha-Chronik“ nennen, das sogenannte Welt-Gedächtnis. In dieser Quelle geht nichts verloren, was je gesprochen, geschrieben, getan und erdacht wurde, und der Zauberer hatte Zugang dazu. Somit war er reich an Wissen und der daraus resultierenden Erkenntnis. Auf diese Weise konnte er vielen Menschen, die mir Sorgen, Nöten und Problemen zu ihm kamen, helfen. Die Menschen dankten es ihm mit Geld, Edelsteinen, Nahrungs- und Genussmitteln, Kleidung, Werkzeug, Waffen etc. So gelangten die meisten Zauberer zu einem gewissen Wohlstand, und nicht deswegen, weil sie sich ihren Reichtum aus dem Nichts ZAUBERTEN.

Sie waren meist EINSIEDLER, die alten Zauberer, lebten in Wäldern, Höhlen und alten Ruinen. Dort in ihrer „Einsamkeit“ konnten sie ihrer Arbeit in Ruhe nachgehen, Kräuter sammeln und hatten Zeit die Dinge des Lebens zu verstehen. Andererseits verkehrten sie auch mit der Anderswelt, der Geisterwelt des Nordens. Sie pflegten das „draussen sitzen“, die magische Trance. Die meisten Menschen hatten Angst oder Respekt vor den Zauberern, oder ihre Methoden und ihr Gehabe waren ihnen SUSPEKT. Das liegt zumeist daran, das der Zauberer, wenn er in Trance ist, von Rolle zu Rolle schlüpft, mal weiblich, mal männlich, und dann auch die Gefühle der jeweiligen Rolle hegt. Deshalb nennt man Schamanen oft das 3. Geschlecht. Was zumeist auf die ANDROGYNITÄT der alten Götter zurückgeht. Dieses Gefühl, das Seydmänner „ergi“ nennen, was wir aber besser mit ARG übersetzen wollen, ist die Ursache, das man Schamanen den Begriff QUEER überstülpt. QUEER heißt im englischen soviel wie „schwul“. Also männlich mit weiblichem Gehabe. Dennoch ist der Seydmann nicht schwul, sondern besser gesagt „offen in jede Richtung“. ARG bedeutet im allgemeinen ZUVIEL oder MEHR ALS MAN ERTRÄGT. Der Seydmann entscheidet aus dem Gefühl heraus, aus dem Bauch und ist zu einer Liebe und Sehnsucht fähig, die zumeist nur FRAUEN entwickeln können. Das liegt an seiner Fähigkeit, durch Rollenwechsel, von Geschlecht zu Geschlecht zu „springen“.

 Oft gehören die Zauberer aber auch einem Orden an. Was nicht verwundert, da die Macht des Sehens nicht nur einzelnen Menschen gegeben ist, sondern mehreren. Die weiblichen Seherinnen werden WALA oder VELEDA genannt, männliche Seher hingegen VELED oder FILIDH. In allen Bezeichnung schwingt die Silbe VEL oder FIL mit. Sie steht für FÜLLE, VIEL oder TIEFE. Odins Skalden z.B. schöpfen aus dem Ödrorir, dem FÜLL-HORN! Der Seher bezieht sein Wissen aus der FÜLLE, der TIEFE, der QUELLE. Ein niemals versiegenden Quelle, mit der er Zeit seines Lebens verbunden bleibt. ORDEN bieten und boten den meisten Sehern und Seherinnen die Möglichkeit des Austauschs, der Kommunikation, aber auch des Schutzes der Gemeinschaft bei VERFOLGUNG. Ausserdem konnte es nur von Vorteil sein, Kräfte im Bedarfsfall zu bündeln.

Das Zauberbuch und die Zaubersprüche sind der wohl wichtigst Bestandteil für die Arbeit eines Zauberers. Zauberbücher enthielten allerlei Wissen und die sogenannten Zaubersprüche. Aber auch Beschwörungsformeln, Gebete, Lieder und Rezepte. Darüber hinaus Symbole, Zeichen und Geheimschriften. Kurzum das WICHTIGSTE war in diesem Buch verzeichnet. Auch Bannsprüche und deren LÖSUNG waren im Zauberbuch enthalten. Im Prinzip könnte man es als Universal-Lexikon bezeichnen, als Enzyklopädie des Wissens und des Lebens! Aber die meisten Zauberbücher enthielten auch die Zaubersprüche als wichtigen Bestandteil der magischen Tätigkeit. Aus den Märchen kennen wir die wichtigsten: „abra-cadabra“ oder „sim-sala-bim“ und „dreimal schwarzer Kater“. Aber es gibt auch die anderen Zaubersprüche, wie viele von uns sie aus „Bibi Bloxberg“ kennen:

Ene-Meine-Spinnenbein-

Der Vati soll ein Zwerg jetzt sein.

Hex-Hex.............

Das besondere an diesem Zauberspruch ist, das er sich REIMT, und das der Reim offensichtlich vonnöten ist, damit am Ende, nach dem „hex-hex“ die Verwandlung eintritt. Diese Form des REIMENS ist uralt. Sie geht auf die GALDR-Magie(galdralag), die Spruch-Magie zurück. Große Literaten und Germanen-kundige werden jetzt entgegnen, das der Stabreim die größte Magie beinhalte. Was auch nicht in Abrede gestellt werden soll! Dennoch liegt im „profanen“ Reim, der sich entweder am Ende oder aber in der übernächsten Zeile wiederholt, eine ganz besondere Magie, der unsere Aufmerksamkeit bedarf.

Ein Beispiel:

Volk erwacht in Geist und Sinn,

nimmt alles Böse nicht mehr hin.

Dunkle Absicht – dann erkennt.

Menschen´s Trachten: TRANSPARENT!

Im Grunde ein harmloser Vierzeiler. Er hat aber nicht nur Tiefgang sondern darüber hinaus eine besondere Information:

„Volk erwacht“ bedeutet, das es im Schlaf liegt, das es nicht weis, was wie, warum und wo passiert. Es ist gleichgültig, lebt in den Tag hinein, nimmt alles als gegeben hin, und hinterfragt wenig. All das ändert sich, wenn das Volk – wir alle – erwacht!

„In Geist und Sinn“ bedeutet, das es sowohl im DENKEN erwacht als auch in der WAHRNEHMUNG! Es nimmt wahr, was geschieht, warum es geschieht, wer es auslöst, und wo es geschieht. Es wird dem Volk BEWUSST. Dadurch ändert sich sein Denken. Es ist nicht mehr bereit alles hinzunehmen, und wird Anstrengungen unternehmen es zu ändern! Das DENKEN wir zum Mit-Denken. Zum Erarbeiten von Lösungen!

„Nimmt alles Böse nicht mehr hin“ bedeutet, das Wahrnehmung und Denken, nach dem Erwachen und KLAR erkennen, sich ändert, und GUT von BÖSE unterschieden werden kann. Was wiederum bedeutet, das es nicht gleichgültig ist, unter ALLES hinterfragt wird. Man nimmt nichts mehr hin. Das Volk wird „aufmüpfig“, selbstsicher und ERWACHSEN, man übernimmt Verantwortung für sich selbst.

„Dunkle Absicht dann erkennt“ bedeutet, das plötzlich klar wird, was Winkelzüge, politische Absicht und TAKTIK bedeutet. Wer böses im Schilde führt, wird durch Gesten, Sprachwahl, Argumente und VERBINDUNGEN entlarvt. Das Volk erkennt, wenn es belogen wird! Das Volk lernt zu unterscheiden zwischen LÜGE und WAHRHEIT.

„Menschen´s Trachten“ ist all das was man POLITISCHE ZIELE nennt. Was sich hinter der GLOBALISIERUNG verbirgt. Was Konzerne und Banken betreiben und was die Probleme wie Arbeitslosigkeit, Hartz 4 oder die „Gesundheitsreform“ und die RENTE wirklich sind! Alls das, was vorher keiner verstand, was undurchsichtig war, totgeschwiegen wurde, bewusst erfunden, gelogen, manipuliert und suggeriert wurde, nun wird es DURCHSICHTIG, DURCHSCHAUBAR und „Transparent“. Transparenz hingegen bedeutet auch selbsterklärend, sichtbar, offenkundig, verstehbar, erklärbar und verständlich! Somit wird aus einem kleinen Vierzeiler ein ganzer TEXT!

Darüber hinaus sorgt der REIM dafür, das sich die Worte besser EINPRÄGEN. Und je besser der KLANG, desto besser VERSTÄNDLICH! Woran liegt das?

Nun, ein Wort setzt sich zusammen aus mehreren Buchstaben, Selbst- und Umlauten. Jedes Wort hat seinen eigenen KLANG. Sätze bestehen aus mehreren Wörtern. Jeder Satz hat seinen eigenen Klang, und je nach Betonung – einen anderen SINN!

WORTE =  KLÄNGE  =     KLÄNGE    =  WELLEN = WELLEN =  BEWEGUNG

Worte bewegen etwas! Sie bewegen unsere „kleinen grauen Zellen“. Unser Gehirn wird aktiviert und zum NACHDENKEN ermuntert. Das ist die Wirkung!

REIME aber sind Worte in einer bestimmten WELLENFORM, die nicht nur PRÄGEN, sondern auch Dinge verändern! Betonung und Wortwahl sind dabei von entscheidender Bedeutung. Es kommt also darauf an, welche Worte gewählt, in welche Reihenfolge sie gebracht, und wie sie BETONT werden! Der Reim dient nur dem Sinn des „Sich-Besser- Einprägens“! Manchmal auch um den Worten mehr Gewicht zu verleihen!

Der oben genannte Vers ist in der Tat bereits ein GALDR-Spruch! Denn er beinhaltet nicht nur einen ganzen Text mit tiefgreifendem Sinn, nein er verändert auch das Denken des Lesers. Darüber hinaus dessen Einstellung und fördert so, durch das Beispiel des Lesers als VORBILD, die Weitergabe dieser Botschaft an ANDERE! Auf diese Weise entsteht ein „Flächenbrand“ der wie ein Virus verbreitet wird, und hilft, WAHRHAFT zu ERWACHEN!

Er ist also ein ZAUBERSPRUCH.

SPRÜCHE können aber nicht nur Bewusstsein verändern sondern darüber hinaus auch ZUSTÄNDE. Man nehme das Beispiel der Microwelle. Mit ihrer Hilfe kann man

Nachrichten senden

Dinge erhitzen

Gedanken manipulieren

Und vieles mehr. Sie ist aber nur eine WELLE, die erzeugt wird. Oder nehmen wir die RADIOWELLE. Sie ist in der Lage,

Nachrichten zu verbreiten

Stimmen und Bilder herzustellen

Bewusstsein zu manipulieren (Teddybär-Brummton)

Das Wetter beeinflussen (Haarp)

Und vieles mehr. Sie ist aber nur eine WELLE, die erzeugt wird.

UND GENAUSO FUNKTIONIERT AUCH DER ZAUBERSPRUCH!

Er erzeugt eine WELLE. Diese Welle ist imstande Aggregatszustände und Bewusstseinszustände zu verändern, zu transformieren, zu teleportieren und zu manipulieren! Darüber hinaus ist sie sogar imstande in das ZEITGEFÜGE bewusst einzugreifen und den weiteren VERLAUF – also die Zukunft – zu verändern! Da jedoch eine sehr große Verantwortung damit einhergeht, bedarf es der nötigen Weisheit, Erkenntnis und Bewusstheit! Einem unerfahrenen Seydmann wird dies NICHT gelingen.

Wir haben gesehen, das der Zauberspruch nicht nur „Hokus-Pokus“ ist, sondern eine ernst zu nehmende wissenschaftlich nachvollziehbare HANDLUNG. Und wir dürfen sicher sein, das sich die Mächtigen „schwarzmagischer“ Zauberei bedienen, sie teilweise verstehen, und wie im Falle HITLERS auch anwenden! Auf diesem „HOKUS-POKUS“ beruht die ganze Macht der heute MÄCHTIGEN.

Aber so wie es den BANN gibt, so gibt es auch eine Aufhebung des BANNS. Es gibt also für jede MAGISCHE HANDLUNG, ob „Schwarz“ oder „Weiss“ eine GEGEN-HANDLUNG! Dessen sollten wir uns immer bewusst sein.

Wir haben uns nun mit den Merkmalen der „alten Zauberer“ beschäftigt, und haben eine Brücke zu den „Neuen Zauberern“ geschlagen. Es gibt – glücklicherweise – nicht nur „Schwarzmagier“, die ihre Kräfte zum eigenen Nutzen, zur Manipulation der Massen oder zur Suggestion übler politischer Ziele als „Heilsweg“, missbrauchen. Es gibt auch die ANDEREN. Damit meine ich nicht die „weissen Magier“, die Illusionisten oder die WICCA-Leute. Nein, ich meine die ECHTEN Zauberer. Die echten MAGIER. Die Seydmänner, Galdr-Rauner und Träger des BLAUEN MANTELS, die FILIDH oder VELEDEN! Mit diesen Zauberern wollen wir uns nun beschäftigen. Um uns einen Eindruck vom Schaffen und Wirken der ECHTEN Zauberer zu verschaffen, soll uns der folgende „Rabensang“ eine Stütze sein:

 

SEYDWÄRTS

 

Magisch sey von nun an`s Handeln,

durch die Welten werd ich wandeln,

alle 9 ich werd durchschreiten,

allesamt, und weit´re Weiten!

 

Magisch sey von nun mein Tun,

seydwärts selbst des Schreitens Ruhn,

vorwärts-rückwärts, wie ich will,

eines bleibt doch das wahre Ziel!

 

Wurzeln für die Meinen schaffen,

Welt befrein von WOLFES Waffen.

Kleinstes Leben helfen sich zu einen,

statt sich durch FENRIR nur zu teilen.

 

Magisch ist nun all mein Denken,

zaubrisch, seydwärts Schritte lenken,

magisch-galdrisch stets mein Wort,

seydwärts allzeit wechsel ORT.

 

Magisch sey von nun an´s Streben,

seydwärts-zaubrisch wird das Leben,

in allen Welten GLEICHSAM seyn-,

Re - a - li - tät ist wahrhaft SCHEIN!

 

Vorwärts zeigt Dir es könnt seyn,

Rückwärts soll Erkenntnis seyn,

Seydwärts alles zeigt was grade geht,

und wie man´s recht im jetzt versteht!

 

Magisch-Zaubrisch-Seydwärts schafft,

in mir und Euch der VANEN Kraft!

Ferneschauend, seydwärts SEHT,

galdrisch raunend wie ES GEHT!

 

Galdrisch raunend Zeichen weisend,

Gedanken selbst in sich vereisend!

Erberinnert tief in Dich -

weltenwandernd - Ewiglich!

 

Magisch seyn in Wort und Tat,

Galdrisch raunend weisen Rat.

Zaubrisch wirkend jederzeit,

seydwärts blickend nah und weit!

 

Heute heißt es dies erkennen,

Ew´ges SEIN mit NAM benennen!

Bewußt sich selbst mußt Du Dir seyn,

umseitig selber liebend, Dir verzeihn!

 

Magisch Seydwärts immer Schauend

galdrisch Raunend Brücken bauend,

FER - und B- und Zaubernd handelnd,

Durch alle Welten gleichzeit wandelnd!

 

BLAUER MANTEL wird uns Zelt,

das uns beschirmt in DISER Welt!

Mit unserm Stab sind wir die Wacht,

seydwärts JETZT in MITTERNACHT!

 

Alten Glauben neu verbindet,

Krist-Impuls sich darin findet!

Beseelt NATUR sey uns`re Stütze,

Kornes Zeichen - gold´ne Mütze!

 

Volk erfüllt von VID und VAL,

Seele ist - ALL - Di-men-sio-nal!

Galdrisch raunend SEYN erschafft,

durch Ahnen- und der GÖTTER Kraft.

 

KELTEN und GERMANEN einen,

Glaub durch Krist-IMPULS vereinen!

Höhres Selbst seydwärts erahnen:

in uns ruht Geschlecht der VANEN.

 

GEHÖRNTER sey uns allen Kraft,

der Neubeginn im HEUTE schafft!

ALBAN ELVED wird dann geweiht:

Nach Unserm Tag nie mehr ENTZWEIT.

 

Wenn Stände sich im Herbst verbinden,

GEHÖRNTER selbst wird Eingang finden,

mit SCHWESTER wird herniedersteigen,

und mit uns tanzen SONNEN - REIGEN!

 

Gerwin Galdrmader, Valegass zu Ricklingen, im Brachmond 4. Tag im Jahr der MAGISCHEN VERSCHMELZUNG

 

Anhand dieses Textes bekommt man ein jähe Ahnung, wie die NEUEN Zauberer wirken und arbeiten. Was ihre Tätigkeit umfasst und auf welche Gebiete sie sich vorwagen. Wir haben gesehen, das die Zaubersprüche das wirksamste Mittel zum BE – und VER – Zaubern sind! GALDR – ist eine Spruchmagie, die ihren Ursprung im Nordisch/Keltischen Bereich hat. Wir müssen uns nun eingehender mit der GALDR-Spruchmagie befassen, wie sie funktioniert, wie sie wirkt und wozu sie fähig ist. In den folgenden Kapiteln werden wir uns intensiv damit befassen. 

Die „Neuen Zauberer“ tragen noch immer den blauen Mantel und sind diesem verpflichtet. Er ist nach wie vor ihr „Erkennungszeichen“. Die „Neuen Zauberer“, oder wie sie sich selbst nennen, - VELEDEN - , haben gelernt, mit ihren Gaben und Möglichkeiten umzugehen. Sie werden allerdings nicht kommerzialisiert. Um jegliche Vereinnahmung durch DRITTE zu vermeiden, haben die „Neuen Zauberer“ sich in einem Orden zusammen geschlossen, dem „ORDO SKALDIA ARKUNA“. Was übersetzt soviel bedeutet, wie ORDEN der SKALDEN und BRÜCKENBAUER. Ein Zauberer im Sinne eines Seidmanns, ist auch immer ein „Brückenbauer“. Denn er stellt einerseits die Brücke von der Menschenwelt zur Götterwelt, der Geister- oder Anderswelt und der Welt der AHNEN dar und andererseits verknüpft er durch das galdralag den Menschen mit seinem Unterbewusstsein! Er ist also in der Tat ein Brückenbauer.

WELTENWANDLER, STERNENSCHAUER,

GOTTESFREUND und BRÜCKEN-BAUER!

HÖRNERSCHALLES WEISHEITSTRÄGER,

ANDERSWELTEN GEIST-BEWEGER!

Der „Neue Zauberer“ ist auch ein Weltenwandler, denn er hat die Möglichkeit, Kraft seines Geistes, Seydwärts (parallel), rückwärts (in die Vergangenheit) und vorwärts (in die Zukunft), zu reisen. Er wandelt darüber hinaus in der Geister-, der Götter- und der ANDERS-WELT. Er kennt die verschlungenen Wege DRÜBEN. Nur mit seiner Hilfe gelangt der Suchende dorthin, und was wohl das wichtigste ist – von dort auch wieder ZURÜCK! Er ist somit ein Führer in der jenseitigen Welt.

Er ist aber auch ein Sternenschauer, ein Astronom und Astrologe. Aber er hält weniger die Sterne und Sternkonstellationen für die Überbringer von Nachrichten, für die Verursacher von Ereignissen oder als Former des WESENS, als vielmehr die SONNE, welche die verschiedenen Tierkreiszeichen durchläuft, und der damit verbundene unterschiedliche Abstand der Erde zur Sonne. Darüber hinaus den Einfluss der „Wandelsterne“, sprich der Planeten unseres Sonnensystems und den Einfluss des Mondes auf die Psyche, Physis und das Schicksal. Er kennt die Wirkung von „Störern“ wie Kometen und Meteore und den Einfluss von Proteburanzen(Sonneneruption), Sonnenstürme, Sonnenflecken und der Super-Nova eines Sterns auf Mensch und Erde.

Er ist vertraut mit den Möglichkeiten von Wellen, Klängen und Lauten. (Hörnerschalles Weisheitsträger) Er überträgt seine EINDRÜCKE und seine SICHTUNGEN in Versform, um sie auf diese Weise, seinen Menschen, dem Volke und dem Einzelnen, zu übermitteln.

Er spricht Warnungen aus und ist VERMITTELND unter den verschiedenen Religionen tätig (Gottesfreund).

Und, was wohl das WESENTLICHSTE ist, er hält den Kontakt zu den ANDEREN, wie auch immer sie geartet sind, woher sie kommen, und welchen Platz sie in unserer Gesellschaft haben, aufrecht. Sie sorgen förmlich für BEWEGUNG, weil sich somit Wirkungsweise und Ergebnisse der Anderswelt mit der unseren überschneiden.

Die „Neuen Zauberer“ sind somit ein wichtiges Bindeglied zwischen den geistig und sakral Tätigen (Goden, Barden, Skalden, Druiden) und den einfachen Menschen, als auch zwischen Göttern, Ahnen und Elementarwesen und den einfachen Menschen. Der SEHER hat eine Sichtung von Ereignissen, ein Form von Bildern, die er der Menschheit in Form von Worten übermittelt, um sie, von Zeit zu Zeit, in die RICHTIGE Richtung WEISEN zu können. Die „Neuen Zauberer“ haben daher den Platz der „Alten Zauberer“ übernommen, und führen weiter, was dem Neuen Menschen der Gegenwart zu fehlen scheint:

ERKENNE DICH SELBST - ABER NICHTS IM ÜBERMASS.................................

GerWin von RICKLINGEN